EnTranC – Energie in Bürgerhand
Das erste EU-Pilotprojekt in Deutschland zur Energiewende wurde an die EGF, die Energieagentur Klima3 und die Genossenschaft Sonnensegler Fürstenfeldbruck vergeben. Ziel von EnTranC ist es, die Energiewende in Bürgerhand zu bringen – durch gemeinschaftlich finanzierte Solar-, Wind- und Speicherprojekte, die lokale Wertschöpfung, Unabhängigkeit und Klimaschutz vereinen.
EnTranC („Energy Transition in Citizens‘ Hands“) ist ein einzigartiges, von der EU gefördertes Pilotprojekt in den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck. Das Projekt wird zeigen, wie die Energiewende auf lokaler Ebene gelingen kann – fair, transparent und unter echter Bürgerbeteiligung. Ziel ist es, innerhalb von fünf Jahren Investitionen in Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 42 Megawattpeak (MWp) zu initiieren – unterstützt von den Bürgern selbst. Dies entspricht einem Investitionsvolumen von rund 45 Millionen Euro. EnTranC wird durch das EU-Förderprogramm für Umweltschutz (LIFE Clean Energy Transition) unterstützt und ist derzeit das einzige deutsche Projekt in dieser Förderlinie.
45 Millionen Euro für Bürgerenergie im Fünfseenland
EnTranC („Energy Transition in Citizens‘ Hands“) ist ein einzigartiges, von der EU gefördertes Pilotprojekt in den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck. Das Projekt wird zeigen, wie die Energiewende auf lokaler Ebene gelingen kann – fair, transparent und unter echter Bürgerbeteiligung. Ziel ist es, innerhalb von fünf Jahren Investitionen in Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 42 Megawattpeak (MWp) zu initiieren – unterstützt von den Bürgern selbst. Dies entspricht einem Investitionsvolumen von rund 45 Millionen Euro. EnTranC wird durch das EU-Förderprogramm für Umweltschutz (LIFE Clean Energy Transition) unterstützt und ist derzeit das einzige deutsche Projekt in dieser Förderlinie.
Die Energiegenossenschaft Fünfseenland (EGF), die Bürgerenergiegenossenschaft Sonnensegler Fürstenfeldbruck und die Energieagentur Klima³ haben für das fünfjährige Programm den Zuschlag der Europäischen Union erhalten. Wir wollen gemeinsam ein Modellprojekt für Deutschland und Europa errichten.
Geplant sind Bauverträge für mindestens drei Windkraftanlagen, fünf Freiflächen- oder Agri-PV-Projekte sowie 15 Dach-PV-Anlagen – vor allem in den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck.
Darüber hinaus sieht das Projekt den Aufbau weiterer lokaler EGF-Ortsgruppen vor, in denen ehrenamtliche Energiebotschafterinnen und -botschafter aktiv werden. Entwickelt werden außerdem neue Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle, um Bürgerinnen und Bürger direkt in die Energieproduktion einzubinden.
Ein besonderes Highlight ist das Konzept des „Energy Sharing“ – dabei wird Strom von Bürgern für Bürger erzeugt, geteilt und lokal genutzt. Dieses Modell soll die Region fit für die Zukunft machen und die Energieversorgung unabhängiger, regionaler und nachhaltiger gestalten.
Informationen der Europäischen Union zu EnTranC finden Sie hier.
Marlene Greinwald zum Projekt
„ENTRANC ist eine große Chance für uns und die Region StarnbergAmmersee. Das Projekt in Berg ist ein kleiner Anfang, aber das große Vorhaben der Energiewende entsteht durch viele solcher kleinen Schritte in den Gemeinden unseres Landkreises. Die EGF hat das Konzept, das Know-how und die Partner, um die Vision der regionalen erneuerbaren Energieversorgung Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen.“
Marlene Greinwald, Vorständin EGF

Deutschland befindet sich an einem entscheidenden Punkt für bürgergeführte saubere Energie.
Um den Bürgern zu ermöglichen, sich für die örtliche und regionale Energieversorgung zu vernetzen, braucht es einen passenden rechtlichen Rahmen.
Zwei Hebel müssen zusammenwirken: das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) – insbesondere §42c zum Thema Energieteilung – und die Reform des Genossenschaftsgesetzes (GenG) im Jahr 2025. Allein sind beide nicht ausreichend: Das EnWG ohne organisatorische Grundlage blockiert Projekte; das GenG ohne definierten Markt hat keinen Zweck. Zusammen können sie Rechtssicherheit, digitale Beteiligung und bezahlbare Gemeinschaftsenergie gewährleisten.
Die EnWG-Novelle skizziert einen neuen Markt, überlässt jedoch wichtige Punkte weiterhin der Regulierung: Netzentgelte, Mess- und Ausgleichsregeln, soziale Beteiligung und flexible Lasten. Klarheit in diesen Punkten würde Investitionen ermöglichen.
Parallel dazu modernisiert die GenG-Reform das Genossenschaftsmodell durch digitale Gründung, virtuelle oder hybride Versammlungen, eine explizite Mitglieder-Vorteilslogik (einschließlich Sach- und Dienstleistungsvorteilen), die Anerkennung von ehrenamtlicher Arbeit als Beitrag und die Begrenzung des Einflusses von Investoren – und macht Genossenschaften zu skalierbaren, demokratischen Vehikeln für PV, Speicherung und Wasserstoff.
Warum Genossenschaften? Sie verankern Subsidiarität, lokales Kapital und Verbraucherschutz, fördern die Akzeptanz und senken gleichzeitig die Transaktionskosten. In der Praxis senkt Energy Sharing die Systemkosten, indem es lokalen Strom lokal nutzt; durch die Vermeidung von Transporten über Netzebenen hinweg können etwa 6–10 ct/kWh an Netzentgelten eingespart werden, wodurch Bürgerstrom zu einem Preisstabilisator statt zu einer Subventionssenke wird.
Andere Länder in Europa zeigen bereits schnellere Wege auf:
- Österreich reduziert die Systemgebühren hinter einem Gemeinschaftszähler und wendet De-minimis-Regeln an;
- Italien zahlt pro geteiltem kWh mit schnellen Genehmigungen und verbindet Bürgerprojekte mit Wasserstoff-Wertschöpfungsketten;
- Dänemark erlaubt nichtdiskriminierende Sondertarife für nachweislich netzfreundliches Verhalten.
Forderungen an die Politik
Was das EnWG jetzt leisten sollte: eine klare rechtliche Definition der „Energiegemeinschaft” in § 3 EnWG (mit der eingetragenen Genossenschaft als Standardform), verbindliche Netzgebührenrabatte für den lokalen Verbrauch, proportionale Messung/Ausgleich mit Schwellenwerten, eine neue Marktrolle als „Organisator” für die Datenverarbeitung und Abrechnung sowie eine explizite PtX/H₂-Option. Aus dieser Logik ergeben sich fünf Aufgaben für den Bund, darunter die Präzisierung von § 42c und die Sicherung der Bestimmungen der GenG zu Digitalisierung und Mitgliedervorteilen.
Fazit: Marktrollen (EnWG) und Governance (GenG) müssen aufeinander abgestimmt werden, um Kosten zu senken, Netze zu stabilisieren, die Energiewende zu demokratisieren – und den Weg für regionalen Wasserstoff als saisonalen Speicher zu ebnen. EnTranC verkörpert diesen Ansatz in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg und strebt mit Unterstützung durch EU LIFE eine Leistung von 42 MWp und Investitionen in Höhe von ~45 Mio. € an.
Auftakt für EnTranC: Bürger treiben die Energiewende voran
Im Juli 2025 wurde das Projekt EnTranC offiziell gestartet. Gefördert durch das EU-Programm LIFE Clean Energy Transition soll EnTranC („Energy Transition in Citizens‘ Hands„) zeigen, wie die regionale Energiewende durch echte Bürgerbeteiligung und innovative Finanzierungsmodelle gelingen kann.
Die Herausforderung ist klar: Allein in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg werden Windkraftanlagen, Solaranlagen und geothermische Fernwärmenetze benötigt, um die regionalen Energieziele zu erreichen. EnTranC wird diese Entwicklung beschleunigen und Bürger, Grundstückseigentümer und Unternehmen mobilisieren, eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der sauberen Energie zu übernehmen. Bis zum Ende des Projekts werden Verträge für Windturbinen, Freiland- und Aufdachanlagen mit einer Kapazität von 42 MWp und einem Investitionsvolumen von rund 45 Millionen Euro unterzeichnet.
Ausblick
EnTranC ist mehr als ein regionales Projekt – es ist eine Blaupause dafür, wie die Energiewende in Europa auf lokaler Ebene umgesetzt werden kann, mit den Bürgern im Mittelpunkt. In den nächsten 60 Monaten ist es unser Ziel, Vertrauen zu schaffen, Akzeptanz zu fördern und die saubere Energiewende zu einem wirklich gemeinsamen Projekt zu machen.
Bleiben Sie auf dem Laufenden, wenn wir von der Planung zum Bau und von der Vision zur Realität übergehen.
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Nutzen Sie Ihre Chance, in die Energiewende zu investieren und von unseren Erträgen zu profitieren.
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