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EGF errichtet PV-Anlage auf dem Bauhof in Berg

Die Energiegenossenschaft Fünfseenland (EGF) errichtet auf dem Bauhof in Aufhausen eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher. Die Anlage mit 24,4 Kilowattpeak Leistung und einem 20-Kilowattstunden-Speicher wird künftig einen Teil des Strombedarfs der Gemeinde Berg direkt vor Ort decken.

Der Gemeinderat Berg beschloss in seiner Sitzung am 28. Oktober 2025 einstimmig, der EGF den Bau der Anlage zu gestatten. Die Gemeinde wird die Anlage nach der Errichtung von der Genossenschaft nach unserem SmartPacht Modell pachten. Damit unterstreicht Berg seine Bereitschaft, innovative Energielösungen auf kommunaler Ebene zu unterstützen und die Zusammenarbeit mit regionalen Energieakteuren auszubauen.

Erste EnTranC – Anlage im Landkreis

Das Projekt ist Teil des europäischen Förderprogramms EnTranC – Energy Transition in Citizens’ Hands. Ziel von EnTranC ist es, die Energiewende in Bürgerhand zu bringen – durch gemeinschaftlich finanzierte Solar-, Wind- und Speicherprojekte, die lokale Wertschöpfung, Unabhängigkeit und Klimaschutz vereinen.

Dank des integrierten Speichers kann der erzeugte Solarstrom auch in den Abend- und Nachtstunden genutzt werden. So wird Tag und Nacht ein Ausgleich geschaffen, der den Eigenverbrauch deutlich erhöht und das Stromnetz entlastet.

EnTranC: 45 Millionen Euro für
Bürgerenergie im Fünfseenland

Mit einer Gesamtinvestition von rund 45 Millionen Euro startet das EU-Projekt EnTranC – Energy Transition in Citizens’ Hands in unserem Landkreis in die Umsetzung: Ziel ist der Ausbau erneuerbarer Energien in Bürgerhand mit einer Gesamtkapazität von 42 Megawatt Peak (MWp).

Die Energiegenossenschaft Fünfseenland (EGF), die Bürgerenergiegenossenschaft Sonnensegler Fürstenfeldbruck und die Energieagentur Klima³ haben für das fünfjährige Programm den Zuschlag der Europäischen Union erhalten. Gemeinsam wollen sie die Energiewende regional voranbringen und ein Modell für andere europäische Regionen schaffen.

Geplant sind Bauverträge für mindestens drei Windkraftanlagen, fünf Freiflächen- oder Agri-PV-Projekte sowie 15 Dach-PV-Anlagen – vor allem in den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck.

Eine erste Anlage entsteht auf dem Bauhof in Berg, wo die EGF eine PV-Anlage im Smart-Pacht-Modell der EGF errichtet.

Darüber hinaus sieht das Projekt den Aufbau weiterer lokaler EGF-Ortsgruppen vor, in denen ehrenamtliche Energiebotschafterinnen und -botschafter aktiv werden. Entwickelt werden außerdem neue Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle, um Bürgerinnen und Bürger direkt in die Energieproduktion einzubinden.

Ein besonderes Highlight ist das Konzept des „Energy Sharing“ – dabei wird Strom von Bürgern für Bürger erzeugt, geteilt und lokal genutzt. Dieses Modell soll die Region fit für die Zukunft machen und die Energieversorgung unabhängiger, regionaler und nachhaltiger gestalten.

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Virtuelles Kraftwerk – Wie dezentrale
Energieerzeugung funktionieren wird

Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt in Deutschland verbraucht jährlich rund 4.000 bis 4.500 Kilowattstunden Strom. Eine Anlage wie die in Berg kann – je nach Standort und Sonneneinstrahlung – etwa 25.000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem Bedarf von rund fünf bis sechs Haushalten.

Windraeder Berg Foto: © Stephan Bleek 026a3747

Berg hat bereits 4 Windräder im Gemeindegebiet, die derzeit noch oftmals abgeregelt werden müssen, weil Speicher fehlen und das Netz nicht flexibel genug ist.

Um den Strombedarf einer Gemeinde wie Berg vollständig und stabil über das Jahr aus erneuerbaren Quellen zu decken, braucht es ein Netz von Erzeugungsanlagen und Speichern, die intelligent miteinander verbunden sind. Auch auf privaten Hausdächern gibt es bereits zahlreiche PV-Anlagen. Mehrere solcher Solar- und Speicheranlagen lassen sich in der Zukunft digital zu einem „virtuellen Kraftwerk“ zusammenschließen.

Dabei werden viele dezentrale Anlagen – etwa auf Dächern, in Betrieben oder Gemeinden – über intelligente Steuerungssysteme vernetzt. Gemeinsam können sie wie ein großes Kraftwerk arbeiten: Sie liefern zuverlässig Strom, gleichen Schwankungen aus und stabilisieren das Netz – rund um die Uhr und das ganze Jahr über. So entsteht eine regionale, erneuerbare Energieversorgung, die unabhängig, effizient und zukunftssicher ist. Jede einzelne Anlage ist dabei ein wichtiger Schritt in Richtung energieautarker und klimaneutraler Kommunen.

Geplant ist, in der Gemeinde Berg eine weitere große Speichermöglichkeit zu schaffen, um die Windenergieanlagen optimal nutzen zu können. Der Gemeinde Berg entstehen durch die Kooperation im Rahmen des EnTranC-Projekts keine Kosten. „Die Finanzierung des Speichers übernimmt die EGF“, so Maximilian Kuhn (EGF). „Bürger und Unternehmen könnten sich beteiligen, das ist auch steuerlich interessant.“

Mit dem Bau der PV-Anlage in Berg-Aufhausen setzen die Gemeinde Berg und die EGF ein deutliches Zeichen: Die Energiewende gelingt, wenn wir viele kleine und größere Schritte gemeinsam gehen – mit neuen Ideen und Zukunftstechnologie.

„ENTRANC ist eine große Chance für uns und die Region StarnbergAmmersee. Das Projekt in Berg ist ein kleiner Anfang, aber das große Vorhaben der Energiewende entsteht durch viele solcher kleinen Schritte in den Gemeinden unseres Landkreises. Die EGF hat das Konzept, das Know-how und die Partner, um die Vision der regionalen erneuerbaren Energieversorgung Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen.“

Marlene Greinwald, Vorständin EGF

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